Solidaritätsdemonstration für CFM-Streikende

Vertreter zahlreicher Gewerkschaften folgten dem Aufruf des CFM-Solidaritätskommittees und der Gewerkschaften ver.di/GKL/dbb am Samstag (19.11.2011) zu einer Solidaritätsdemonstration in Berlin-Mitte für die nun bereits seit 10 Wochen streikenden Mitarbeiter der Charité Facility Management GmbH (CFM) sowie der Alpenland-Pflegeheime, die ihren Streik allerdings in der letzten Woche ausgesetzt hatten. Auch Psychotherapeuten in der Ausbildung, die in den Kiniken sehr schlecht bis gar nicht entlohnt werden, Beschäftigte des ebenfalls unter zum Teil prekären Arbeitsbedingungen leidenden Berliner Ensembles, sowie Vertreter von Parteien aus dem linken Spektrum, FU-Studenten aus der Bildungsstreikbewegung und Occupy-Sympathisanten demonstrierten gemeinsam gegen die Gewinnmaximierung auf Kosten der zu Dumpinglöhnen beschäftigten Mitarbeiter, gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und tariffreie Zonen.

Im Fall  der CFM wird den Mitarbeitern seit 2006 ein Tarifvertrag verweigert. Die unwürdigen Arbeitsbedingungen bei der CFM sind aber nicht nur von den Mitgesellschaftern der ausgegliederten Technikbetriebe der Charité, wie etwa der Dussmann-Gruppe, vor deren Kulturkaufhaus ein ausgiebiger Zwischenstopp des Demonstrationszuges eingelegt wurde, sondern insbesondere auch von dem Mehrheitsgesellschafter Charité  (51%) und damit dem Land Berlin zu verantworten.

Nach knapp 4 Stunden endete die Demonstration vor dem Lustgarten mit einer Abschlusskundgebung und der Hoffnung, dass der Arbeitgeber bald an den Verhandlungstisch zurückkehren und endlich substantielle Angebote unterbreiten möge.

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